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RSC-Rollis Zwickau e.V.
RSC mit hauchdünner Niedelage gegen Lahn-Dill - Rollstuhlbasketball-Krimi vor über 600 Fans
Veröffentlichung: 08.02.2010 Mit einer haudünnen 62:63-Niederlage (10:13/ 32:26/ 49:47) unterlag der RSC-Rollis Zwickau im Spitzenspiel der Rollstuhlbasketball-Bundesliga zuhause gegen seinen Erzrivalen RSV Lahn-Dill. Erst in den letzten Sekunden wurde die Partie entschieden, als Zwickau den Matchball aus kurzer Distanz verfehlte. Somit bleibt der RSV weiterhin Tabellenführer und könnte diese Position nur noch theoretisch verlieren. Ein entscheidendes Finalrückspiel in den Play-offs fände also wieder im hessischen Wetzlar statt. Für den RSC war die Heimniederlage die erste in der Bundesliga seit dem 23. November 2008. Die Gäste aus Hessen erwischten dabei in einer nervösen Anfangsphase mit vielen Fehlpässen den besseren Start und übernahmen beim 5:4 durch den kanadischen Auswahlspieler Richard Peter zunächst die Führung. Der 10:13-Rückstand nach zehn Minuten neutralisierte Mateusz Filispki unmittelbar nach Eröffnung des zweiten Viertels mit einem Dreier. Zwei Minuten darauf schoss Nationalspieler Matthias Heimbach seinen RSC wieder in Front. Für lange Zeit sollte Zwickau diese Führung behalten. Mit 22:13 lief Piotr Luszynskis Team seinem Rivalen im zweiten Viertel klar den Rang ab. Während in der Offense die Chancen nun besser genutzt wurden, hielt man in der Verteidigung vor allem Lahn-Dills Centerduo Köhler und Johnson weitgehend aus der eigenen Zone heraus. Dies setzte sich nach der Halbzeitpause zunächst fort, als Mateusz Filipski nach schönem Zuspiel von Luszynski per Korbleger zum 34:28 versenkte. In der Folge spielten sich die Gäste jedoch mehr und mehr in der Zwickauer Hälfte fest. Die physisch starken Akteure des RSV waren oft nur noch durch Fouls zu stoppen. Vor allem Schwergewicht Joey Johnson trat nun vermehrt von der Freiwurflinie an. Der Kanadier erwischte hier allerdings einen ganz schlechten Tag und erzielte bei 14 Versuchen gerade einmal fünf Treffer. Dennoch holte der dreifache Champions-Cup-Sieger auf. Nach einer halben Stunde trennten beide Teams nur noch zwei Zähler. Schließlich war es in der 35. Minute erneut Richard Peter, der seine Farben beim 53:52 wieder nach vorn brachte. In den letzten fünf Minuten folgten nicht weniger als elf Führungswechsel, bei der sich kein Lager mit mehr als einen Punkt abzusetzen vermochte und den Zuschauern in einer kochenden Scheffelberghalle kaum Zeit zum Luft holen ließ. Nach dem 63:62 durch Johnson gelang Zwickau noch ein letzter Angriff. Marcin Balcerowski, mit zehn Punkten und einer klasse Leistung einmal mehr Aktivposten im Gipfelduell, scheiterte drei Sekunden vor der Schlusssirene mit einem Korbleger aus Rücklage. “Entscheidend war für mich nicht der letzte Wurf, sondern das dritte Viertel, in dem wir unseren Vorsprung eingebüßt haben“, nahm Luszynski seinen Teamkollegen Balcerowski demonstrativ aus der Schusslinie. Der Spielertrainer selbst war mit 20 Punkten bester Scorer des RSC, gefolgt von Mateusz Filispki mit 19 Punkten. Trotz niedergeschlagener Mienen beim Team des Meisters ob der bitteren Heimpleite boten die beiden deutschen Aushängeklubs vor der laufenden Kamera des MDR einmal mehr beste Werbung für den Rollstuhlbasketball. Punkteverteilung RSC-Rollis Zwickau: Piotr Luszynski (20/1 Dreier), Mateusz Filispki (19/1), Marcin Balcerowski (10), Rostislav Pohlmann (9), Matthias Heimbach (4), Günther Mayer, mehmet Hayirli, Rainer Müller, Frank Oehme Punkteverteilung RSV Lahn-Dill: Michael Paye (21), Joey Johnson (17), Richard Peter (11), Dirk Köhler (8), Patricia Cisneros (4), Thomas Gundert, Gesche Schünemann, Kai Gerlach, Marco Zwerger, Felix Schell Geschrieben von RSC-Rollis Zwickau e.V. / Fotos: Andreas Bergfeld (Media-2000) |
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