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BSV Sachsen Zwickau e.V.
Den Sack nicht zu gemacht – Punkt verschenkt
Veröffentlichung: 04.03.2018



Die Frauen des BSV Sachsen Zwickau verschenken im Heimspiel der 2. Handball-Bundesliga gegen die SG H2Ku Herrenberg den greifbaren Sieg und spielen nur 29:29 (13:12).Für alle Zwickauer in der gut gefüllten Neuplanitzer Halle war das Endergebnis eine gefühlte Niederlage.

Die Schlüsselszene des Spiels war wohl die Zweiminuten Strafe für Gästetrainer Hagen Gunzenhauser (48.) bei einer 25:20 Führung der Gastgeberinnen. Der Trainer selbst bezeichnete nach dem Spiel die Aktion als Weckruf für sein Team - so war es auch. Aber von vorn.

Die Ausgangssituation für das Team von Corina Cupcea für das Spiel gegen die „Kuties“ war nach den vielen Ausfällen doch problematisch, dennoch war die Einstellung sehr positiv. Die Begegnung begann von beiden Seiten zähflüssig. Immer darauf bedacht, dem Kontrahenten nicht durch eigene Fehler Tore aufzulegen. Zwar mussten die Zuschauer nicht lang dem Spiel stehend folgen, denn die Zwickauerin  Petra Nagy (6 Tore) netzte schon nach 49 Sekunden zum 1:0 ein. Der besten Werferin der Gäste, Sulamith Klein (11 Tore) gelang erst in der 4.Min. der Ausgleich, dann war aber fast fünf Minuten Torflaute zu verzeichnen. Die wurde zuerst von den „Kuties“ beendet, die ein 1:3 vorlegten. Ab der 9.Min. begann das Treffen zwischen dem Tabellendreizehnten und Siebenten Fahrt aufzunehmen. Zwickau war durch Kracht, Choinowski und Pavlovic erfolgreich (4:3/11. - 5:4/13.- 6:5/15.). Bis zur 24. Minute (9:9) blieb es bei diesem Spielverlauf, ehe Kracht, Zuber und Pavlovic eine drei Tore Führung herauswerfen konnten (12:9, 13:10/28.). Doch statt dem 14:10, verkürzten die Gäste auf 13:12 zum Halbzeitstand.
In der 2.Halbzeit blieb das Spiel bis zur 45.Minute (22:20) auf Augenhöhe. Danach bauten Nagy, Kracht und Pester den Vorsprung auf 25:20 (47.) aus. Dann kam es zur besagten Strafe gegen den Gästetrainer.  Bei Überzahlspiel 6:4 und dem Vorsprung im Rücken begannen die letzten 12 Minuten, die dem Spiel eine entscheidende Wende geben sollten. Der BSV, im Bemühen ruhig zu spielen, leistete sich Fehler, die im Überzahlspiel einfach nicht passieren dürfen. Dagegen spielten die Frauen der SG „alles oder nichts“. Jeder Wurf aufs Tor der Zwickauerinnen, egal ob platziert oder nicht, war in dieser entscheidenden Spielphase leider ein Erfolg. Beim BSV dagegen begann das Abwägen zwischen Risiko und Sicherheit und das hemmt meistens.  Die Treffer von Nagy (26:22), Zuber (27:25) und Pavlovic (28:16/29:27) hielten Zwickau im Spiel aber festhalten konnten sie den Sieg nicht. Dafür war vor allem Sulamith Klein verantwortlich. Sie zerrte immer wieder an den Ketten und erzielte schließlich auch den Ausgleichstreffer zum 29:29.

Vor der dem Spiel wäre wohl Jeder mit einem vorausgesagten Punktgewinn zufrieden gewesen. Nach dem Abpfiff war die Enttäuschung schon sehr groß und verständlich, schließlich hatte die dezimierte Truppe von Trainerin Cupcea, Favorit Herrenberg, am Rand einer Niederlage. Am Schluss ist es aber in der sportlichen Situation eine gefühlte Niederlage.  Hilft nichts, nächste Woche ist in Bremen eine neue Chance Punkte zu holen. (BSV)

Statistik-BSV:  Klimiuk, Szott; Kracht (3), Herr, Pavlovic (9/3, Hopp (1), Nagy (6), Choinowski (5/1), Pester (2), Majer, Zuber (3)
Schiedsrichter: Alan Schaban, Matthes Westphal
Kampfgericht:  Michael Kumpf, Lutz Dietrich
Siebenmeter:    BSV 5/4  /  Herrenberg 4/3 
Zeitstrafen:  BSV  4x 2 Min. /  Herrenberg  2x 2 Min.
Zuschauer:    520

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